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Wasserspeicher: So versorgen Sie Balkonpflanzen während des Urlaubs

Was ein Wasserspeicher leistet, welche Bauformen es für den Balkon gibt und wie Sie Füllmenge und Nachlauf planen.

Von Veröffentlicht am 4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Wasserspeicher ist ein Behälter, der Wasser für die Bewässerung vorhält – auf dem Balkon etwa als Tank in selbstbewässernden Pflanzgefäßen, als Kanister an einem Tropfsystem oder als Regentonne. Wie lange der Vorrat reicht, hängt von Füllmenge, Durchflussrate und Wasserverbrauch der Pflanzen ab.

  • Ein Wasserspeicher bevorratet Gießwasser, damit Pflanzen auch ohne tägliches Gießen versorgt werden.
  • Auf dem Balkon reicht die Spanne vom integrierten Tank im Pflanzgefäß bis zur Regentonne für mehrere Gefäße.
  • Die Reichweite hängt von Füllmenge, Verbrauch der Pflanzen und der Durchflussrate der Tropfer ab.
  • Offene Behälter gehören in den Schatten und sollten abgedeckt werden, damit Algen und Verdunstung gering bleiben.
  • Vor dem Urlaub Dichtheit, Gefälle und alle Anschlüsse prüfen.

Was ist ein Wasserspeicher?

Ein Wasserspeicher ist ein Behälter, der Wasser für die spätere Bewässerung vorhält. Auf dem Balkon tritt er in sehr unterschiedlichen Formen auf: als integrierter Tank in einem selbstbewässernden Pflanzgefäß, als Kanister oder Eimer neben einem Tropfsystem oder als größere Regentonne, aus der mehrere Gefäße versorgt werden. Gemeinsam ist allen Bauformen die Aufgabe, Wasser zu bevorraten, damit Pflanzen auch ohne tägliches Gießen weiter versorgt werden.

Wie ein Wasserspeicher auf dem Balkon funktioniert

Bei selbstbewässernden Gefäßen steht das Wasser in einem Reservoir unter dem Pflanzkorb und steigt über Dochte oder eine poröse Platte durch Kapillarwirkung in die Erde. Bei einer Tropfbewässerung für den Balkon liegt der Speicher dagegen oberhalb oder unterhalb der Leitungen: Ein Gefälle reicht für den Betrieb kleiner Tropfer, eine Pumpe ist nur nötig, wenn der Vorrat tiefer steht oder weite Strecken überbrückt werden. Entscheidend ist in beiden Fällen, dass Wasser nachfließen kann und der Speicher nicht luftdicht verschlossen ist, sonst entsteht Unterdruck und der Nachlauf stockt.

Integrierter Tank, Kanister oder Tonne?

Welche Bauform sinnvoll ist, hängt davon ab, wie viele Gefäße versorgt werden und wie lange Sie abwesend sind. Ein integrierter Tank hält den Aufbau kompakt und ist bei einzelnen Kübeln die einfachste Lösung. Ein externer Kanister lässt sich leichter nachfüllen und höher platzieren, während eine Tonne mehr Vorrat bietet, aber schwerer zu bewegen ist.

Speicherformen für den Balkon im Vergleich (Kriterien, keine Messwerte)
SpeicherformTypische NutzungWorauf achten
Integrierter Tank im Pflanzgefäßeinzelne Kästen und TöpfeÜberlauf und Einfüllöffnung prüfen, Substrat nicht in den Tank drücken
Kanister oder Eimer am Tropfsystemwenige Gefäße, kurze Leitungenhöher als die Tropfer aufstellen, Deckel gegen Verdunstung
Regentonne oder größerer Vorratsbehältermehrere Gefäße, längere Abwesenheitstandfest, schattig und mit Filter vor der Leitung
Wasserreservoir eines Fertigsystemskompakte Aufbauten mit PumpePumpe, Stromversorgung und Ersatzteilverfügbarkeit klären

Füllmenge und Nachlauf planen

Wie lange ein Speicher reicht, lässt sich überschlagen: Multiplizieren Sie die tägliche Wassermenge je Pflanze mit der Zahl der Pflanzen und der Zahl der Abwesenheitstage. Bei Tropfsystemen kommt es zusätzlich auf die Durchflussrate der Tropfer und die eingestellte Bewässerungsdauer an. Bewährt hat sich ein Sicherheitszuschlag von rund einem Drittel, weil Hitze, Wind und kleine Undichtigkeiten den Verbrauch erhöhen.

  • Füllmenge: Wie viel Wasser passt hinein, ohne dass der Behälter überläuft?
  • Verbrauch: Zahl der Gefäße, Größe der Pflanzen und Wetterlage bestimmen den Tagesbedarf.
  • Durchfluss: Kleine Tropfer brauchen wenig, mehrere gleichzeitig entsprechend mehr.
  • Reserve: Zusätzlichen Vorrat für Hitzeperioden und kleine Undichtigkeiten einplanen.

Worauf es vor dem Urlaub ankommt

Prüfen Sie vor der Abreise, ob der Speicher dicht ist, alle Anschlüsse sitzen und die Zuleitung nicht abknickt. Stellen Sie offene Behälter schattig, decken Sie sie ab und reinigen Sie sie vorher, denn stehendes, warmes Wasser begünstigt Algenbildung und verstopfte Tropfer. Eine Checkliste für die Urlaubsvorbereitung hilft, die wichtigsten Punkte der Reihe nach abzuarbeiten.

Quellen

  1. Wasserspeicher im Garten anlegen: Wie Teiche, Tümpel und Zisternen gegen Trockenheit helfen, ÖKO-TEST, abgerufen am
  2. Dezentrale Bewässerung fränkischer Weinlagen, Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), abgerufen am

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